Angelina

Der Schaltschrankbau für die Schweiz

Ein schönes Erlebnis bei REO war als ich in der Abteilung Schaltschrankbau eingeteilt wurde.
Dort durfte ich an einem Projekt mitarbeiten. Wir sollten eine Widerstands-Lasteinheit für die Schweizer Bundesbahn bauen. Diese Lasteinheit wurde benötigt um Geräte, die repariert wurden zu testen. Bei dem Projekt habe ich die Widerstände in den Schaltschrank montiert und die Steuerung nach dem Stromlaufplan verdrahtet. Zum Schluss musste die Beschriftung angefertigt werden damit man, falls sich ein Draht mal lösen sollte, nachvollziehen kann wo dieser hingehört.

Danach wurde der Schrank auf Funktion getestet. Dadurch dass die Widerstände mit Wasser gekühlt werden, haben wir als erstes Wasser durch die Widerstände laufen lassen, damit wir sehen konnten ob etwas undicht ist. Als klar war, dass alles dicht ist, war dieser Test abgeschlossen und wir haben uns als nächstes mit der Steuerung an sich beschäftigt.

Als erstes wurde ein Schutzleitungstest gemacht. Hierbei wird geprüft, ob der Schutzleiterwiderstand einen in den Normen festgelegten Grenzwert nicht überschreitet. Hintergrund dieser Prüfung ist festzustellen, ob im Schaltschrank eventuell auftretende Ableitströme korrekt zur Erde abgeleitet werden. Falls die Verbindung nicht in Ordnung ist, kann es an metallischen Teilen des Gerätes zu einer hohen Berührungsspannung für den Anwender kommen: Der Berührungsstrom würde über den Anwender zur Erde abfließen. Somit könnte es zu erheblichen Verletzungen kommen.

Als zweites macht man einen Isolationstest. Die Messung erfolgt in einzelnen Schritten: Schutzleiter (PE) gegen Neutralleiter (N) und dann Schutzleiter gegen alle Außenleiter (L1, L2, L3), sowie die aktiven Leiter untereinander. Gemessen wird durch Einspeisung einer hohen Messspannung bei einem geringen Messstrom, um das Ausbilden eines Brandes zu vermeiden oder sonstige Beschädigungen hervorzurufen. Ein Zusammenbruch der Messspannung bzw. ein zu geringer Messwert ist dann Indiz für einen Isolationsfehler oder Überschlag.

Zum Schluss wurde geprüft ob überall die Spannung ankommt, die die Betriebsmittel benötigen. Das war sehr interessant, da ich das Projekt mit aufbauen durfte. Als die Schränke dann ausgeliefert wurden konnte ich mit in die Schweiz fahren und den Schaltschrank Inbetriebnehmen.
Bei der Inbetriebnahme wird unter realen Bedingungen vor Ort getestet ob die Anforderungen des Kunden, die vorher im Pflichtenheft vereinbart wurden, von der Anlage erfüllt werden.

Somit habe ich zwei Seiten meiner Arbeit kennengelernt: zum ersten ein Projekt im eigenen Werk zu realisieren und zum zweiten das Produkt beim Kunden in Betrieb zu nehmen und vor Ort zusehen, wie der Schrank sich in der Umgebung vom Kunden verhält.

Hey, ich bin Angelina!

Ich mache seit anderthalb Jahren bei REO eine Ausbildung als Elektronikerin für Betriebstechnik. Ich habe mich bei REO beworben, weil die Firma auf der IHK Ausbildungsbörse repräsentiert wurde und alle dort sehr nett waren und die Firma sich spannend angehört hat.

Mir macht die Ausbildung bei REO spaß, weil wir nette Kollegen haben, ständig etwas neues lernen und wir alle Abteilungen durchlaufen.

Ich freue mich darauf in meiner Ausbildung bei noch mehr Projekten dabei sein zu dürfen.

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